Pressemitteilung Walther fordert kommunale Wasserstrategie und entschlossenes Handeln fürs Klima

Der historische Juli-Tiefstand der Okertalsperre ist ein deutliches Warnsignal. Nach Angaben des Harzwasserwerks war die Talsperre Ende Juli noch nie so leer wie in diesem Jahr. Zwar ist die Trinkwasserversorgung weiterhin gesichert, doch die Entwicklung zeigt, wie schnell sich Wasserverfügbarkeit und Niederschlagsmengen verändern können. Für Michael Walther, Grünen Oberbürgermeisterkandidaten für Braunschweig, ist klar: Die Stadt muss ihre Anpassung an die klimatischen Veränderungen deutlich beschleunigen.

„Wir dürfen nicht erst handeln, wenn die Wasserversorgung unter Druck gerät. Diskussionen über neue Versiegelungen im Stadtgebiet, die schleppende Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen und der langsame Ausbau der Regenwasserrückhaltung können wir uns nicht länger leisten“, sagt Walther.

Walther fordert deshalb eine kommunale Wasserstrategie für Braunschweig, die alle Maßnahmen zur Klimaanpassung bündelt und beschleunigt. Dazu gehören insbesondere:

  • die konsequente Umsetzung des Leitbilds der wassersensiblen Stadt Braunschweig,
  • die Beschleunigung von Entsiegelungsmaßnahmen und dem Ausbau der blau-grünen Infrastruktur,
  • der Aufbau zusätzlicher Möglichkeiten zur Regenwasserspeicherung und -nutzung.

„Das Leitbild der wassersensiblen Stadt darf kein Konzept auf dem Papier bleiben. Wir müssen Wasser künftig dort speichern, wo es fällt, und es in Trockenzeiten wieder verfügbar machen. Regenwasser ist keine Last für die Kanalisation, sondern eine wertvolle Ressource“, betont Walther.

Ein konkreter Vorschlag ist für ihn die Umnutzung des ehemaligen Galeria-Horten-Tunnels.

„Der Tunnel liegt zentral unter der Innenstadt und wird in seiner bisherigen Form nicht mehr benötigt. Ich möchte prüfen lassen, ob er künftig als unterirdischer Regenwasserspeicher genutzt werden kann. Andere Städte setzen bereits auf unterirdische Speicheranlagen, um Starkregen zurückzuhalten und Wasser für Trockenzeiten verfügbar zu machen. Sollte sich eine Nutzung als technisch und wirtschaftlich sinnvoll erweisen, könnten dafür Bundesmittel aus den Programmen für Infrastruktur und Klimaneutralität eingesetzt werden“, erklärt Walther.

Auch bei der Entsiegelung sieht Walther erheblichen Handlungsbedarf.

„Wir müssen überall dort entsiegeln, wo es sinnvoll und möglich ist. Der neue Park an der Kannengießerstraße zeigt, wie Klimaanpassung und Lebensqualität zusammengehen. Die Aufenthaltsqualität ist gestiegen, der Park wird rege genutzt, und gleichzeitig profitieren die alten Bäume davon, dass Regenwasser wieder vor Ort versickern kann. Nachweislich stehen ausreichend Stellplätze in den Parkhäusern zur Verfügung. Was viele europäische Städte längst erfolgreich umsetzen, sollte auch in Braunschweig selbstverständlich werden.“ fordert Walther.

Als Oberbürgermeister will Walther die Anpassung an die Klimakrise zur Querschnittsaufgabe der gesamten Stadtverwaltung machen.

„Klimaanpassung betrifft nahezu alle Bereiche kommunaler Politik – von der Stadt- und Mobilitätsentwicklung über das Bauen bis hin zu Gesundheit, Grünflächen und sozialer Infrastruktur. Deshalb müssen wir Fortschritte anhand klarer Indikatoren regelmäßig messen und transparent veröffentlichen.“, sagt Walther.

Abschließend erklärt Walther: „Wir erleben gleichzeitig Trockenheit, Hitze und Starkregen. Die Antwort darauf ist eine Stadt, die wie ein Schwamm funktioniert: Sie nimmt Wasser auf, speichert es und gibt es in trockenen Zeiten wieder ab. Die Klimakrise wartet nicht. Braunschweig muss jetzt vom Reden ins Handeln kommen – mit einer kommunalen Wasserstrategie, einer konsequenten Schwammstadt-Politik und dem Mut, neue Lösungen umzusetzen.“

Pressemitteilung Veranstaltung Vielfalt entscheidet: Migration und Beteiligung in Braunschweig

Michael Walther diskutiert mit Djenabou Diallo-Hartmann (MdL) und Cristina Antonelli-Ngameni über Teilhabe, Antidiskriminierung und kommunale Handlungsmöglichkeiten

Die Landesregierung plant ein Teilhabe- und Partizipationsgesetz. Ziel ist es, Integration als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu verankern und dafür verbindliche Strukturen zu schaffen. Diskriminierung soll abgebaut und eine gleichberechtigte Teilhabe in Gesellschaft und Landesverwaltung gestärkt werden.

Was kann das Gesetz leisten? Wie steht es um die gleichberechtigte Teilhabe in der Braunschweiger Stadtverwaltung? Sind die bestehenden Strukturen ausreichend, um Integration und Beteiligung zu fördern? Über diese Fragen möchten wir mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.

Unter dem Titel „Vielfalt entscheidet – Migration und Beteiligung in Braunschweig“ laden Bündnis 90/Die Grünen Braunschweig und Oberbürgermeisterkandidat Michael Walther am Freitag, 24. Juli 2026, um 17.30 Uhr in den Grünen Laden am Ägidienmarkt 13 ein. Der Eintritt ist frei.

Michael Walther, Oberbürgermeisterkandidat von Bündnis 90/Die Grünen für Braunschweig, diskutiert mit Djenabou Diallo-Hartmann, Mitglied des Niedersächsischen Landtags und Sprecherin für Migration, Geflüchtete und Antirassismus, sowie Cristina Antonelli-Ngameni, Bürgermeisterin und Ratsfrau der Stadt Braunschweig.

Michael Walther erklärt: „Braunschweig ist vielfältig – das ist Realität und eine Stärke unserer Stadt. Doch Teilhabe entsteht nicht von allein. Politik und Verwaltung müssen alle Menschen erreichen. Wir müssen Barrieren abbauen und Beteiligung so gestalten, dass unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen tatsächlich in politische Entscheidungen einfließen.“

Veranstaltung kompakt

Titel: Vielfalt entscheidet – Migration und Beteiligung in Braunschweig
Datum: Freitag, 24. Juli 2026
Beginn: 17.30 Uhr
Ort: Grüner Laden, Ägidienmarkt 13, 38100 Braunschweig
Mit: Michael Walther, Djenabou Diallo-Hartmann und Cristina Antonelli-Ngameni
Eintritt: frei

Walther startet Straßenwahlkampf: “Braunschweig kann Zukunft. Für alle.” 

Mit einem neuen Kampagnenvideo und dem Start seines Straßenwahlkampfs wirbt Michael Walther, grüner Oberbürgermeisterkandidat für Braunschweig, für seine Vision einer sozialen, innovativen und lebenswerten Stadt. In den vergangenen Tagen wurden bereits 30.000 Flyer an Haushalte verteilt und 1.000 Wahlplakate im gesamten Stadtgebiet aufgehängt.

Im Mittelpunkt seiner Kampagne stehen drei zentrale Zukunftsaufgaben:

  • Bezahlbares und passendes Wohnen schaffen – für alle Generationen und ohne neue Acker- und Grünflächen zu versiegeln.
  • Braunschweig zur Zukunftsstadt machen – mit Innovationen aus Forschung und Wirtschaft, die schneller in der Praxis ankommen und gute Arbeitsplätze schaffen.
  • Mobilität einfacher und verlässlicher gestalten – innerhalb der Stadt und über die Stadtgrenze hinaus, mit besseren RegioBus-Angeboten, neuen Radschnellwegen und modernen Mitfahrangeboten.

„Braunschweig hat enormes Potenzial. Jetzt kommt es darauf an, unsere Stärken mutig zu nutzen und die Zukunft aktiv zu gestalten. Braunschweig kann Zukunft. Für alle“, sagt Walther.

Er will zeigen, wie Braunschweig in den kommenden Jahren sozial, nachhaltig und wirtschaftlich erfolgreich weiterentwickelt werden kann. „Ich will, dass Wohnen bezahlbar bleibt, Mobilität zuverlässig funktioniert, unsere Wirtschaft innovativ bleibt und Klimaschutz das Leben der Menschen verbessert. Das gehört für mich zusammen. Gute Stadtentwicklung entsteht nicht durch Gegeneinander, sondern indem wir diese Herausforderungen gemeinsam angehen.“, erläutert Walther.

Das Kampagnenvideo zeigt Walthers Vorstellung einer modernen Großstadt, die wissenschaftliche Exzellenz, wirtschaftliche Stärke und hohe Lebensqualität miteinander verbindet. „Braunschweig verfügt über hervorragende Forschungseinrichtungen, innovative Unternehmen und eine engagierte Stadtgesellschaft. Jetzt müssen wir es schaffen, gute Ideen schneller in die Umsetzung zu bringen und unsere Stadt zum Zukunftslabor für die Lösungen von morgen zu machen.“, betont Walther.

In den kommenden Wochen wollen Michael Walther und die Braunschweiger Grünen an zahlreichen Infoständen und bei Veranstaltungen mit Bürger*innen ins Gespräch kommen.

„Die besten Ideen entstehen im Dialog. Deshalb bin ich in den nächsten Wochen in allen Stadtteilen unterwegs. Ich möchte wissen, was die Menschen bewegt – beim Wohnen, bei der Mobilität, in der Innenstadt, beim Hitzeschutz sowie bei Kitas, Schulen und der Pflege. Gute Politik beginnt mit Zuhören.“, sagt Walther.

Abschließend betont Walther: „Braunschweig kann Zukunft – aber nur gemeinsam. Besonders wichtig ist mir der Zusammenhalt in unserer Stadt. Braunschweig ist vielfältig, weltoffen und solidarisch. Als schwuler Mann weiß ich, wie wichtig Respekt, Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind. Deshalb trete ich entschlossen für Demokratie, Vielfalt und ein friedliches Miteinander ein. Eine starke Stadt entsteht dort, wo niemand zurückgelassen wird.“

Das neue Kampagenvideo ist auf Walthers Website www.michael-walther.net verlinkt.

Walther vor Volkswagen-Aufsichtsratssitzung: Transformation braucht einen klaren Zukunftsplan


Vor der Aufsichtsratssitzung der Volkswagen AG am 9. Juli fordert Michael Walther, grüner Oberbürgermeisterkandidat für Braunschweig, einen klaren Zukunftskurs für den Konzern.
„Volkswagen ist nicht irgendein Unternehmen. Am Konzern hängen Zulieferer, Handwerk, Dienstleister, kommunale Haushalte und vor allem zehntausende Beschäftigte mit ihren Familien. Deshalb darf die aktuelle Debatte nicht auf Stellenabbau und Standorte verengt werden. Volkswagen und die deutsche Automobilindustrie brauchen einen überzeugenden Zukunftsplan – mit starken Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation. Nur so kann der Konzern seine industrielle Stärke sichern und langfristig gute Arbeitsplätze erhalten“, erklärt Walther.
Walther fordert deshalb gemeinsam mit dem Land Niedersachsen eine Innovationsoffensive für den Automobilstandort Niedersachsen. Investitionen in Batterietechnologie, Softwareentwicklung, autonomes Fahren und Kreislaufwirtschaft müssten konsequent ausgebaut werden. „Niedersachsen hat beste Voraussetzungen, bei der Mobilität der Zukunft eine führende Rolle einzunehmen. Jetzt braucht es den Mut, diese Stärken gezielt zu bündeln. Deshalb schlage ich einen Zukunftspakt Mobilität vor, der Volkswagen, Zulieferer, Forschungseinrichtungen, Start-ups und das Land Niedersachsen enger zusammenbringt. Gemeinsam müssen wir Innovationen schneller zur Marktreife bringen und neue Wertschöpfung in unserer Region schaffen. Gerade in Batterietechnologie, Software, autonomem Fahren und Kreislaufwirtschaft entscheidet sich, ob Volkswagen auch in den kommenden Jahrzehnten international wettbewerbsfähig bleibt.“ sagt Walther.
Angesichts der Berichte über mögliche weitreichende Einschnitte bei Volkswagen warnt Walther davor, allein auf Sparprogramme zu setzen.
„Die Debatte über das Verbrenner-Aus hat vor allem eines gezeigt: Die Automobilindustrie braucht verlässliche politische Rahmenbedingungen statt ständig wechselnder Signale. Weltweit setzen immer mehr Staaten auf Elektromobilität und geben damit die Richtung vor. Die Transformation der Branche ist längst Realität. Elektromobilität, Digitalisierung, Software und neue Wettbewerber verändern den Markt grundlegend. Volkswagen muss darauf mit innovativen und wettbewerbsfähigen Produkten antworten. Der Konzern hat in seiner Geschichte immer wieder bewiesen, dass er sich erfolgreich neu erfinden kann. Daran glaube ich auch heute“, sagt Walther überzeugt.
Das Land Niedersachsen und die Arbeitnehmer*innenvertretung verfügen gemeinsam über eine starke Stellung im Aufsichtsrat. „Ich vertraue darauf, dass die Landesregierung ihren Einfluss verantwortungsvoll nutzt und sich für eine langfristig tragfähige Entwicklung des Konzerns einsetzt“, so Walther.
Für Braunschweig habe die Entwicklung von Volkswagen eine besondere Bedeutung. Die Stadt sei eng mit dem Unternehmen, dem Komponentenwerk, zahlreichen Zulieferern sowie vielen Dienstleistungsbetrieben verbunden. „Das Braunschweiger Komponentenwerk ist technologisch hervorragend aufgestellt und liefert zentrale Bauteile für zahlreiche Fahrzeugmodelle. Ich bin überzeugt, dass sich der Standort auch künftig im internationalen Wettbewerb behaupten wird“, sagt Walther.
Abschließend betont Walther: „Die Beschäftigten und ihre Familien brauchen jetzt Klarheit und eine glaubwürdige Perspektive – keine Drohkulissen. Ich stehe an der Seite der Mitarbeitenden und ihrer Gewerkschaften. Wer von Transformation spricht, muss auch zeigen, wie gute Industriearbeitsplätze in Zukunft gesichert werden.“

A39-Entscheidung: Walther und Hoffmann fordern neue Prioritäten in der Verkehrspolitik – Ausbau ist Armutszeugnis für unsere Mobilitätsregion

Zur Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zum A39-Abschnitt zwischen Ehra und Weyhausen/Wolfsburg erklärt Michael Walther, grüner Oberbürgermeisterkandidat für Braunschweig:

„Der Lückenschluss der A39 ist aus meiner Sicht der falsche Weg. Wir dürfen nicht alles auf ein Straßenbauprojekt setzen. Die Mobilität der Zukunft entsteht durch ein starkes Zusammenspiel von Schiene, Stadtbahn, Bus, Radverkehr und Straße. Wir brauchen klare Prioritäten: Erhalt vor Neubau und Investitionen in innovative Mobilitätslösungen – gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen. Jeder Euro, der in den Erhalt bestehender Infrastruktur oder in einen leistungsfähigen ÖPNV investiert wird, schafft für deutlich mehr Menschen einen unmittelbaren Nutzen als zusätzlicher Autobahnneubau“, ist Walther überzeugt.

Das Bundesverwaltungsgericht hat am 8. Juli 2026 den Weg für den Ausbau des rund 14,2 Kilometer langen A39-Abschnitts zwischen Ehra und Weyhausen/Wolfsburg freigemacht. Der BUND war mit seiner Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss erfolglos.

Für Walther bleibt das Projekt trotz der gerichtlichen Entscheidung politisch umstritten. Braunschweig und die Region benötigten leistungsfähige Verkehrsverbindungen, wirtschaftliche Stärke und eine verlässliche Mobilität. Gleichzeitig müssten Klimaschutz, Flächenverbrauch sowie Natur- und Wasserschutz deutlich stärker berücksichtigt werden.

„Für eine Mobilitätsregion, die bundesweit zu den führenden Standorten für Forschung und Entwicklung im Verkehrsbereich gehört, ist dieser Ausbau ein Armutszeugnis. Statt immer neue Straßen zu bauen, sollten wir unsere vorhandene Infrastruktur intelligenter nutzen. Dazu gehört, Verkehrs- und Mobilitätsdaten in Echtzeit besser zu vernetzen. Künstliche Intelligenz kann helfen, Verkehrsströme effizienter zu steuern, Staus zu vermeiden und Routen zu optimieren. Das know-how dafür haben wir in Braunschweig versammelt. Niedersachsen braucht endlich eine Strategie für die Vernetzung von Mobilitätsdaten. Davon profitieren die Wirtschaft ebenso wie die Menschen in Braunschweig und in unserer Region“, sagt Walther.

Der Braunschweiger Landtagsabgeordnete Dr. Andreas Hoffmann lehnt den Ausbau in aller Deutlichkeit ab: „Leipzig hat ein Urteil gefällt, keine Empfehlung ausgesprochen. Rechtlich zulässig heißt eben noch lange nicht sinnvoll. Wir haben fast 100 Jahre Erfahrung mit Autobahnbau, und die Bilanz für strukturschwache Regionen ist ernüchternd: Im besten Fall richten neue Autobahnen dort keinen Schaden an. Für den Landkreis Gifhorn heißt das im Klartext: Die A39 saugt die Region aus, statt sie zu stärken. Pendeln über immer weitere Strecken wird attraktiver, und entlang der überlasteten B4 machen Tankstellen, Restaurants und Supermärkte dicht, während ein paar Autobahnraststätten die gewachsene Infrastruktur der Orte ersetzen. Die Einfamilienhäuser verlieren an Wert. Ich hoffe sehr, die Lokalpolitik vor Ort hat Pläne in der Schublade – zu sehen ist davon bislang nichts.“

Gerade Braunschweig ist auf eine moderne regionale Mobilität angewiesen. Täglich pendeln viele Menschen zwischen Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter, Gifhorn, Wolfenbüttel und Peine. Dafür braucht es einen konsequenten Ausbau attraktiver Alternativen zum Auto – etwa mehr RegioBusse, Radschnellwege und moderne Mitfahrangebote. Doch gerade für diese Zukunftsinvestitionen fehlen bislang die finanziellen Mittel, auch weil der Bund weiterhin erhebliche Summen in den Straßenneubau lenkt.

„Unser Ziel muss sein, die Zahl der Autofahrten dort zu verringern, wo gute Alternativen möglich sind. Das entlastet die Straßen, verbessert die Erreichbarkeit für Wirtschaft und Handwerk und macht Braunschweig zugleich sicherer, leiser und lebenswerter“, erläutert Walther.

Hoffmann, weiter: „Dieser Autobahnneubau ist ein teurer Irrweg – geplant auf Grundlage veralteter Bevölkerungsdaten und längst überholter Kosten-Nutzen-Rechnungen. Während in der A39 Milliarden versenkt werden sollen, bröselt das Land buchstäblich auseinander: Brücken sind gesperrt oder gewichtsbeschränkt, Straßen und Schienen verrotten. ‚Erhalt vor Neubau‘ steht auf dem Papier – in Wahrheit wird dringend benötigtes, knappes Geld in überflüssigen Beton gegossen. Unternehmen brauchen verlässliche Verkehrswege. Wirtschaftliche Stärke entsteht aber nicht durch neue Autobahnen, sondern durch sanierte Straßen, funktionierende Schienen und digitale Vernetzung. Der Bund hat davon mehr als genug Baustellen – er sollte sie endlich abarbeiten, statt neue zu schaffen.“

Baustellen in Braunschweig: Walther will bessere Baustellenkommunikation

Jetzt beginnen zahlreiche Bauarbeiten an Straßen, Gleisen und Leitungen. Damit kommen zu den bestehenden Großbaustellen wie Hagenmarkt, Helmstedter Straße, Bültenweg oder Hamburger Straße noch weitere dazu.

„Sanieren ist richtig, damit unsere Infrastruktur funktionsfähig bleibt. Aber Menschen brauchen verlässliche und verständliche Umleitungen – gerade, wenn ÖPNV, Rad- und Autoverkehr gleichzeitig betroffen sind“, erklärt Walther. „Baustellen gehören zur Entwicklung einer Stadt. Entscheidend ist, dass sie gut geplant, gut erklärt und für die Menschen erträglich organisiert werden.“

Es gibt ein Baustellenmanagement in der Verwaltung. Hier wird versucht, eine möglichst gute Abstimmung zwischen Straßenbau, Leitungsarbeiten, ÖPNV, Radverkehr und Innenstadtentwicklung zu erreichen und die verschiedenen Baustellen so zu legen, dass die Stadt weiterhin gut funktioniert. Walther sieht dennoch Verbesserungsbedarf in der Baustellenkommunikation. “Wichtig seien aktuelle Informationen, verständliche Umleitungspläne, gute Beschilderung vor Ort. Wer zur Arbeit, zum Arzt, zum Einkaufen oder in die Innenstadt will, muss frühzeitig wissen: Welche Wege funktionieren zu Fuß, mit dem Rad und mit dem Auto? Wo fahren Busse und Bahnen anders? Diese Informationen müssen gebündelt und einfach abrufbar sein.” so Walther.

Für die Gewerbetreibenden sind Baustellen eine Herausforderung. Wenn sie lange dauern, können sie existenzgefährdend werden.  „Wenn Baustellen über längere Zeit den Zugang zu Geschäften erschwert, braucht es eine gute Unterstützung der Stadt. Wie zum Beispiel bessere Wegweisungen zu den Geschäften, aktives Baustellenmarketing, gemeinsame Werbeaktionen, temporäre Ersatzflächen für Außengastronomie und pragmatische Lösungen für den Lieferverkehr. Das werde ich als Oberbürgermeister deutlich ausbauen.“ erklärt Walther. 

“Besonders bei längeren Baustellen kann eine finanzielle Unterstützung notwendig sein. Sie muss dann nach klaren Kriterien transparent, verlässlich und rechtssicher ausgezahlt werden. Dafür ist das Instrument Baustellen-Fonds grundsätzlich geeignet.” stellt Walther fest. 

„Braunschweig kann Zukunft. Dazu gehören sanierte Straßen, sichere Radwege, zuverlässiger ÖPNV und moderne Leitungen. Genauso gehören dazu transparente Planung, gute Kommunikation und ein Blick für die Menschen und Gewerbetreibenden. Wir müssen alle  während der Bauzeit so gut es geht damit leben.” sagt Walther abschließend.

Interkommunales Gewerbegebiet: Walther warnt vor überholter Flächen- und Wirtschaftspolitik

Zur heutigen Ratssitzung und der Debatte über ein mögliches interkommunales Gewerbegebiet Braunschweig/Salzgitter erklärt Michael Walther, Grüner OB-Kandidat:

„Ich halte die Wiederaufnahme der Planungen für ein interkommunales Gewerbegebiet Braunschweig/Salzgitter für den falschen Weg. Braunschweig braucht eine andere Flächenpolitik. Wir müssen vorhandene Gewerbeflächen konsequenter nutzen, Brachflächen aktivieren, leerstehende oder untergenutzte Gebäude einbeziehen und gemeinsam mit Eigentümerinnen und Eigentümern Potenziale zur Flächenoptimierung erschließen.“

Viele Flächen seien durch ebenerdige Parkplätze, ungenutzte Randbereiche oder wenig verdichtete Nutzungen blockiert. „Mich erstaunt, dass Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bislang kaum genutzt werden, um betriebliche Prozesse zu optimieren und dadurch auch Flächen effizienter zu nutzen“, erläutert Walther. Bevor weitere Freiflächen versiegelt würden, müsse zunächst der tatsächliche Bedarf ermittelt werden.

„Wir brauchen eine engere Zusammenarbeit mit unseren Nachbarkommunen. In der Region gibt es noch Flächenkapazitäten in bereits ausgewiesenen und erschlossenen Gewerbegebieten. Diese gemeinsam weiterzuentwickeln und zu vermarkten, ist der richtige Weg. Wenn dennoch neue Gewerbeflächen ausgewiesen werden, dann nur unter klaren Kriterien: so wenig zusätzliche Flächenversiegelung wie möglich, Planung nach dem Prinzip der Schwammstadt, Nutzung vorhandener Verkehrsinfrastruktur sowie eine gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Nahverkehr und dem Fahrrad“, so Walther.

Neue wie bestehende Gewerbeflächen sollten vor allem für die Ansiedlung und Erweiterung kleiner und mittelständischer Unternehmen aus zukunftsorientierten, flächeneffizienten Branchen sowie innovativer Start-ups vorgehalten werden. Braunschweig müsse seine Stärken als Standort für grüne Industrie, Hightech, Luft- und Raumfahrt, Forschung und Entwicklung, Mobilität, Gesundheitswirtschaft und Pharmazie weiter ausbauen.

„Die Böden im Süden und Osten Braunschweigs gehören zu den wertvollsten Böden Niedersachsens. Gerade Lössböden speichern Wasser besonders gut. Angesichts zunehmender Hitze, längerer Trockenperioden und häufiger Starkregenereignisse ist das ein wichtiger Beitrag zur Klimaanpassung. Wer solche Flächen versiegelt, nimmt der Stadt dauerhaft wertvolle Böden für Kühlung, Wasserversickerung und Landwirtschaft.“

Abschließend erklärt Walther: „Braunschweig kann Zukunft. Dafür brauchen wir gute Arbeitsplätze, Innovation und eine starke regionale Wirtschaft. Gleichzeitig müssen wir verantwortungsvoll mit der knappen Ressource Fläche umgehen und die interkommunale Zusammenarbeit in unserer Region deutlich stärken.“

Wirtschaft im Wandel: Tradition sichern, Neues ermöglichen

Die jüngsten Nachrichten aus der Braunschweiger Wirtschaft zeigen: Unsere Stadt steht vor großen Herausforderungen. Karstadt, BRAWO, Bühler und Wolters stehen beispielhaft für große wirtschaftliche Veränderungen in unserer Stadt.

“Diese Fälle sind unterschiedlich, aber zeigen dasselbe: Braunschweig darf wirtschaftliche Veränderungen nicht nur zur Kenntnis nehmen. Wir müssen aktiv daran arbeiten, dass unsere Stadt ein starker Standort für Unternehmen, Beschäftigte und neue Ideen bleibt“, erklärt Michael Walther, Grüner Oberbürgermeisterkandidat.

Walther betont dabei: “Politik und Verwaltung können unternehmerisches Handeln nicht ersetzen und einzelne Unternehmen retten. Aber die Stadt kann Rahmenbedingungen schaffen, die wirtschaftliches Handeln erleichtern. Genau darin liegt die Aufgabe eines Oberbürgermeisters.“ Verwaltung muss sich dabei als Dienstleisterin verstehen und Ideen ermöglichen. „Gute Ideen brauchen klare Zuständigkeiten sowie digitale und schnelle Bearbeitung für die Umsetzung.“

Dazu gehört für Walther vor allem, Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Verwaltung enger zusammenzubringen: „Braunschweig hat hervorragende Unternehmen, starke Forschungseinrichtungen, kreative Köpfe und eine engagierte Stadtgesellschaft. Dieses Potenzial müssen wir besser nutzen. Als Oberbürgermeister werde ich regelmäßig Unternehmen, Wissenschaft, Forschung, Verwaltung und regionale Partner an einen Tisch bringen, um Probleme frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Dabei darf der Blick nicht nur auf große Traditionsunternehmen gerichtet werden. Der Wandel findet längst in neuen Gründungen, in IT, Dienstleistungen, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz statt. Braunschweig muss für Gründer*innen, junge Unternehmen und innovative Mittelständler attraktiver werden.” stellt Walther fest.

Wichtig seien konkrete Standortfragen. „Braunschweig ist nicht allein stark, sondern als Teil einer vielfältigen Region. Wenn wir Fachkräfte halten und neue gewinnen wollen, müssen wir regional denken. Entscheidend sind gute regionale Verbindungen mit allen Verkehrsträgern,  die gemeinsame Weiterentwicklung und Vermarktung bestehender und ggf. neuer Gewerbeflächen, bezahlbarer Wohnraum, Bildung und Betreuung. Fachkräfte wollen nicht nur arbeiten, sondern hier leben.”, sagt Walther.

In diesen Veränderungen bangen viele Menschen um ihren Arbeitsplatz. Stellenabbau sollte immer die letzte Option sein. Wo dennoch Arbeitsplätze wegfallen, muss Neues entstehen. “Unsere Aufgabe ist es, Menschen zu ermutigen, über Weiterbildung, Vermittlung und Vernetzung, neue Arbeit zu finden. Braunschweig kann Zukunft. Aber Zukunft passiert nicht von allein. Wir müssen sie gemeinsam gestalten.” betont Walther abschließend.

Hitzeschutz ist Daseinsvorsorge: Walther für schnellere Aufstellung des Hitzeaktionsplans und mehr Schatten in der Stadt

„Die Stadt hat ein Klimanpassungskonzept und erarbeitet ein Hitzeschutzkonzept. Das brauchen wir dringend. Die Frage ist, wann dies endlich fertig ist, damit die Verwaltung in die Umsetzung gehen kann. Neben mehr Bäumen, welche die Innenstadt beschatten und abkühlen, braucht es auch mehr öffentliche Zugänge zu kostenfreiem Trinkwasser.“, sagt Michael Walther, Grüner Oberbürgermeisterkandidat. 

In dieser Woche werden in Braunschweig wieder Temperaturen deutlich der 30 Gradmarke erreicht. Die Klimakrise beschleunigt die Erderwärmung und Umweltereignisse wie Hitzewellen werden immer wahrscheinlicher und häufiger. Hitze ist ein hohes Gesundheitsrisiko und schränkt den Alltag vieler Menschen in Braunschweig ein. Ein Hitzeaktionsplan gehört deshalb zu einer modernen Stadtpolitik. Er müsse soziale Einrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Kitas, Schulen, Wohnungslosenhilfe, Sportvereine und Stadtteilzentren einbeziehen, meint Walther.

Während Walther die Aufstellung neuer öffentlichen Trinkwasserbrunnen im Westpark oder auf der Rollschuhbahn begrüßt,  kritisiert er, dass die beiden Trinkwasserbrunnen in der Innenstadt am Sack und auf dem Domplatz in diesem Jahr noch nicht in Betrieb waren und sind. „Unsere Trinkwasserbrunnen müssen zuverlässig funktionieren und bei einem Defekt muss schnell gehandelt werden! Zugleich sind wir alle aufgerufen, sie sauber zu halten! Leider werden die Brunnen zu häufig verdreckt. Das ist unverantwortlich.“, stellt Walther fest.

Der Grüne Oberbürgeremeisterkandidat fordert außerdem mehr Hitze- und Sonnenschutz an besonders belasteten Orten. Dazu gehören aus seiner Sicht Spielplätze, Jugendplätze, zentrale Plätze in den Stadtteilen und stark versiegelte Bereiche in der Innenstadt.

Zur möglichen Hitzeanpassung sagt Walther: „Wo Bäume möglich sind, brauchen wir mehr Bäume. Wo Bäume kurzfristig oder dauerhaft nicht möglich sind, müssen wir andere Lösungen schaffen: Sonnensegel, Verschattungselemente und baulichen Sonnenschutz. Ich will, dass über Teilen der Fußgängerzone das Aufspannen von Sonnensegel ernsthaft geprüft wird. Wer unsere Innenstadt im Sommer attraktiv halten will, muss dort auch Schatten schaffen.“

Gerade Kinder und Jugendliche dürfen beim Hitzeschutz nicht vergessen werden. Viele Spiel- und Jugendplätze seien an heißen Tagen nur eingeschränkt nutzbar, weil Schatten fehle.

„Ein Spielplatz ohne Schatten ist im Hochsommer kein guter Aufenthaltsort. Wir müssen Spielplätze, Schulhöfe, Jugendplätze und zentrale Treffpunkte so gestalten, dass sie auch bei Hitze nutzbar bleiben. Hitzeschutz ist Lebensqualität.“, sagt Walther und meint weiter:

„Braunschweig kann Zukunft. Dazu gehört auch, unsere Stadt klima- und hitzefest zu machen. Wir brauchen nicht nur langfristige Konzepte, sondern sichtbare Verbesserungen: funktionierende Trinkbrunnen, mehr Schatten, kühle Orte und klare Abläufe, wenn Hitze gefährlich wird.“

Walther abschließend: „Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Stadt vorbereitet ist. Hitzeschutz ist Daseinsvorsorge.“

Kommunen am Limit: Bund und Land müssen Städte endlich handlungsfähig machen

Anlässlich der Beratungen des Deutschen Städtetages und des bundesweiten Aktionstages “Kommunen am Limit“ unterstützt Michael Walther, Grüner Oberbürgermeisterkandidat für Braunschweig, die Forderungen der kommunalen Spitzenverbände nach einer besseren Finanzausstattung der Städte und Gemeinden.

“Bürger*innen erleben den Staat am nächsten durch die Kommunalverwaltung. Hier sehen die Menschen, ob ein Kitaplatz verfügbar ist, der Bus fährt, Straßen saniert werden oder die Verwaltung funktioniert. Verdrossenheit beginnt, wenn Verwaltungsgänge kompliziert werden, die Straßen Löcher haben und die Kinder keinen Kitaplatz bekommen.“ erklärt Walther.

Bund und Länder haben in den vergangenen Jahren immer neue Aufgaben und Leistungsansprüche beschlossen, ohne die Finanzierung dauerhaft sicherzustellen. Die Folge sind steigende Defizite und schwindende Handlungsspielräume in den Städten.

“Auch Braunschweig spürt diese Entwicklung. Wir müssen in Schulen, Energiewende, Digitalisierung, Mobilität und bezahlbaren Wohnraum investieren. Die Stadtkasse ist leer, weil Sozialausgaben und viele Pflichtaufgaben nicht ausreichend gegenfinanziert sind. Auf Dauer funktioniert das nicht“, so Walther und meint weiter: „Wer bestellt, bezahlt!” 

Walther spricht sich gegen immer neue, zeitlich begrenzte und fachbezogene Förderprogramme mit aufwendigen Antragverfahren aus. Die Kommunen brauchen verlässliche Einnahmen und wissen selbst, wofür sie das Geld verwenden müssen. Städte müssen selbstständig planen und investieren können.

Klinikdienste nach TVöD bezahlen

Die Braunschweiger Klinikdienste sind eine hundertprozentige Tochtergesellschaftdes Städtischen Klinikums Braunschweig. Ihre Arbeit wird nach dem

allgemeinverbindlichen Tarif des Gebäudereiniger-Handwerks entlohnt. Damit erhalten die Beschäftigten 15 Euro pro Stunde – nur knapp über dem Mindestlohn und unabhängig von der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Sie fordern eine Eingliederung in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD).

“Ich unterstütze die Forderung der Mitarbeiter*innen der Braunschweiger Klinikdienste und fordere die Geschäftsführung des Städtischen Klinikums auf, die finanziellen Auswirkungen einer Tarifbindung transparent darzustellen. Auf dieser Grundlage kann das weitere Vorgehen innerhalb des SKBS und ihrer Tochtergesellschaft beraten werden. Eine Privatisierung der Braunschweiger Klinikdienste, also eine Vergabe an Dritte, ist für mich keine Lösung.” sagt Michael Walther, der Grüne Oberbürgermeisterkandidat.

“Gute Arbeit muss fair bezahlt werden. Wer gute Mitarbeiter*innen haben und halten möchte, muss das nicht nur mit Applaus, sondern auch mit Wertschätzung und fairer Bezahlung zeigen.” unterstreicht Michael Walther.

Die Mitarbeiter*innen der Braunschweiger Klinikdienste reinigen im Klinikum OP-Bereiche und sensible Stationen, betreiben die Spülküche, besetzen die Information und organisieren den internen Materialtransport. Darüber hinaus sind sie für die Reinigung vieler städtischer Gebäude verantwortlich – darunter Schulen, Kitas,

Schwimmbäder und nicht zuletzt das Rathaus selbst.

RegioBusse für 2027 gerettet: Vernunft hat gesiegt! Jetzt müssen Hausaufgaben gemacht werden.

Die Verbandsversammlung im Regionalverband Großraum Braunschweig hat am 11. Juni 2026 beschlossen: Das bestehende RegioBus-Angebot ist für 2027 gesichert. Das ist eine gute Nachricht für die Region. Braunschweig profitiert davon enorm: Lehre und Flechtorf, Wolfenbüttel, Cremlingen und Sickte, Vechelde, Wendeburg und Groß Schwülper sind damit in der Regel werktags mindestens im Stundentakt mit uns direkt verbunden.

„Ich bin erleichtert, dass kurz vor der Wahl alle Beteiligten Gebietskörperschaften und der Regionalverband sich zusammengerauft haben. Alles andere wäre kontraproduktiv, wenn wir ernsthaft und glaubwürdig an der Mobilitätswende arbeiten wollen.“ sagt Michael Walther, der Grüne Oberbürgermeisterkandidat für Braunschweig. „Die Verschnaufpause muss genutzt werden, um die Finanzierung der RegioBusse grundsätzlich neu aufzustellen: aus einer verlässlichen Beteiligung vom Land über den Regionalverband und den Verbandsmitgliedern in der Region.“ fordert Walther. „Ich setze mich für eine neue ÖPNV-Umlage im Regionalverband ein, die gesetzlich verankert werden muss. Denn wir brauchen tragfähige Instrumente, um nicht ständig wieder in diese Finanzierungsdiskussionen zu kommen.“

„Das über Jahre gewachsene Netz muss evaluiert und weiterentwickelt werden. Es hat Lücken.“ fordert Walther. So fehlen beispielsweise Verbindungen zwischen Braunschweig und dem Wolfenbütteler Stadtteil Salzdahlum, der in den letzten Jahren deutlich gewachsen ist. Andere Linien enden ohne sinnvolle Anschlüsse, etwa in Gardessen, statt wenige Kilometer weiter am Bahnhof Schandelah.

Ohne ein stabiles und dauerhaft verlässliches Angebot im Regionalverkehr, auf der Schiene und mit dem Bus, schaffen Haushalte keine Pkw ab und steigen um. Genau das muss aber unser Ziel sein: die Dritt- und Zweitwagen auf dem Land zu reduzieren. Das wirkt immer auch in Braunschweig. Denn über 100.000 Pendler*innen fahren werktäglich zwischen unserer Stadt und dem Umland hin und her. Das Deutschland-Ticket hat bereits die Ticketpreise deutlich reduziert und die komplizierten Tarifsysteme weggefegt. “Jetzt müssen wir Vertrauen und Verlässlichkeit für das RegioBus-Angebot schaffen. Dann ist ein wesentlicher Schritt für die Mobilitätswende eingeleitet. Dieses Ziel verfolge ich in der Zusammenarbeit im Regionalverband!” sagt Walther.

Gesundheitsministerkonferenz: Walther warnt vor zusätzlichen Belastungen für Kliniken und fordert verlässliche Finanzierung

Anlässlich der heute in Hannover beginnenden Gesundheitsministerkonferenz fordert Michael Walther, Grüner Oberbürgermeisterkandidat für Braunschweig, eine Kurskorrektur in der bundesweiten Krankenhaus- und Gesundheitspolitik:

„Es darf keine Einsparungen zulasten unserer Kliniken geben. Die meisten öffentlichen Krankenhäuser bundesweit schreiben rote Zahlen – auch das Städtische Klinikum Braunschweig. Die im GKV-Finanzierungsstabilisierungsgesetz vorgesehenen Maßnahmen würden die Häuser zusätzlich in Millionenhöhe belasten. Das ist eine ernsthafte Gefahr für die Versorgungssicherheit hier vor Ort in Braunschweig.

Die Sparpläne würden die ohnehin bestehende Unterfinanzierung unseres Städtischen Klinikums dramatisch verschärfen und den laufenden Konsolidierungskurs der neuen Geschäftsführung massiv ausbremsen. Im Klinikum sind längst die Weichen für eine Neuaufstellung gestellt worden. Ziel ist dabei auch eine langfristige Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation sowie ein Beitrag zur Entlastung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Wir brauchen jetzt vor allem Zeit für die Umsetzung, verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen und eine auskömmliche Finanzierung der Investitionskosten. Der städtische Haushalt ist bereits heute durch den Defizitausgleich stark belastet und an seiner Belastungsgrenze.

Hinzu kommt, dass die geplante Deckelung beim Pflegebudget den zarten Personalaufbau der letzten Jahre wieder infrage stellt. Das gefährdet Arbeitsplätze und verschlechtert die Arbeitsbedingungen unserer Pflegekräfte. Wir brauchen nicht weniger Pflegekräfte, sondern endlich verbindliche Personalschlüssel. Gute Arbeitsbedingungen und gute Versorgung gehen dabei Hand in Hand.

Die Pläne aus dem Bundesgesundheitsministerium setzen die weiteren strukturellen Entwicklungen im Städtischen Klinikum unter erheblichen Druck und gefährden die geplanten zukunftsweisenden Bauvorhaben zur Konzentration der Standorte an der Salzdahlumer Straße. Das Städtische Klinikum braucht keine zusätzlichen Sparvorgaben des Bundes, die zulasten der Patientenversorgung gehen, sondern eine nachhaltige und verlässliche Finanzierung, die eine zukunftsfähige Weiterentwicklung ermöglicht.“

Ausstieg aus Gas und Öl geordnet und sozial gestalten

Braunschweig. Mit dem Ratsbeschluss zur Kommunalen Wärmeplanung  stellt sich nicht mehr die Frage, ob die Wärmeversorgung klimaneutral umgebaut wird, sondern wie dieser Umbau gestaltet wird: technisch, wirtschaftlich und sozial. Denn eine erfolgreiche Wärmewende muss nicht nur klimafreundlich, sondern auch bezahlbar und sozial gerecht sein. Klar ist: Erdöl und Gasheizungen sind Auslaufmodelle. Die Erdgaspreise steigen aufgrund der CO2-Bepreisung und höherer Netzentgelte in den kommenden Jahren. Wärmepumpen sind bereits heute günstiger im Verbrauch als Öl- und Gasheizungen.

„Jetzt ist es wichtig, die Mietenden und Eigentümer*innen  über die aktuellen Prozesse zu informieren und den Heizungsumstieg so transparent wie möglich zu gestalten.“ sagt  Michael Walther, grüner Oberbürgermeisterkandidat.
Die kommunale Wärmeplanung liefert hierfür einen wichtigen Orientierungsrahmen. Nun kommt es darauf an, die vorgesehenen Lösungen Schritt für Schritt umzusetzen und den Bürger*innen frühzeitig Planungssicherheit zu geben.

Noch ist Fernwärme nicht klimaneutral. Deshalb muss BS|Energy den selbst aufgestellten Transformationsplan mit hoher Priorität umsetzen. Der aktuelle Anteil von rund 60% Erdgas zur Strom- und Wärmegewinnung muss schnell sinken. Sonst verfehlt die Umstellung auf Fernwärme den Zweck der Klimaneutralität und verliert an Akzeptanz.

„Mir fehlt die Verschränkung der kommunalen Wärmeplanung mit den Sozialdaten unserer Stadt. Wir müssen frühzeitig identifizieren, wo Härtefälle entstehen können. Vor allem wenn Immobilien-Eigentümer*innen  den Wärmewechsel nicht vollziehen. Dann werden Mieter*innen mit hohen Energiekosten konfrontiert. Hier müssen Menschen mit niedrigem Einkommen besonders geschützt werden, denn diese werden überproportional stark getroffen.“ meint Walther.

Wo hohe Belastungen zu erwarten sind, braucht es frühzeitige Beratung, quartiersbezogene Unterstützungsangebote und gezielte finanzielle Hilfen vom Bund. “Bis zum Rückbau der Gasnetze ist es noch ein langer Weg. Dennoch ist es richtig, bereits jetzt einen Stilllegungs- und Rückbauplan zu erstellen und diesen zu kommunizieren. Damit alle Klarheit haben. Für eine Wärmewende, die uns unabhängig von Erdöl und Erdgas macht und den sozialen Zusammenhalt im Blick hat.” sagt Walther abschließend.

128 Millionen Euro für Braunschweig. „Historische Summe in Zukunft Braunschweigs investieren.“

Braunschweig. Das neue Landesgesetz zur Infrastrukturförderung bedeutet für Braunschweig Gutes: rund 128 Millionen Euro fließen aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes nach Braunschweig. Der Grüne Oberbürgermeisterkandidat Michael Walther fordert angesichts dieser Summe, die Entscheidung über die Verwendung mit Weitsicht anzugehen. Das Geld darf nicht in Schaufensterpolitik verloren gehen, sondern muss zielgerichtet die Weichen der Zukunft unserer Stadt stellen.

„Die 128 Millionen Euro sind eine entscheidende Chance für Braunschweig. Sie müssen für die strategische und nachhaltige Weiterentwicklung unserer Stadt verwendet werden. Das bedeutet, die Sanierung maroder Infrastruktur wie Schulen, Kitas, Umsetzung der Energiewende, Anpassung der Verkehrsinfrastruktur sowie der Ausbau von Orten für Begegnung und Hilfe um den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Dann wirken die Mittel, um Braunschweig fit für die Zukunft zu machen. Es muss darum gehen, dass die Verwendung der Mittel für jeden Einzelnen in Braunschwieg spürbar wird.” erklärt Michael Walther. „Schwerpunkte sehe ich bei der Umsetzung der Radschnellwege, der Einrichtung weiterer dringend benötigter Nachbarschaftszentren und der Sanierung unserer Stadtteilzentren.“

Die Mittel müssen bis 2036 gebunden sein. Es besteht somit kein Zeitdruck. Das heißt, die Entscheidung über die Verwendung kann der neu gewählte Rat vertrauensvoll übernehmen. Bundesmittel sind an Regularien gebunden, die es umzusetzen gilt. Der Grüne Oberbürgermeisterkandidat verwaltet in seinem aktuellen Job rund 2 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen und weiß, wie die Gelder zu nutzen und abzurufen sind.

„Die anstehenden Aufgaben sind groß. Darum gilt es die Kräfte zu bündeln und in guter Abstimmung zwischen Verwaltung und Rat die Zukunft zu gestalten.“, so Michael Walther abschließend.

Grüne nominieren Michael Walther als Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl

 
Die Grünen setzen auf starke Verbundenheit mit Braunschweig, langjährige Verwaltungserfahrung und Expertise in Stadtplanung, Verkehr und Digitalisierung.
 
Braunschweig, 27. Februar 2026 – Die Braunschweiger Grünen haben heute offiziell beschlossen, mit Michael Walther (51) in die bevorstehende Oberbürgermeisterwahl in Braunschweig zu gehen. In der Mitgliederversammlung am Freitag, 27. Februar 2026, überzeugte Walther mit seiner Vision für die Stadt und erhielt eine deutliche Mehrheit von 98% der Stimmen.
 
„Mit Michael Walther unterstützen wir einen Kandidaten, der Braunschweig zutiefst verbunden ist, die Stärken unserer Stadt kennt und als Verwaltungsexperte über die Fähigkeit verfügt, Braunschweig in die Zukunft zu führen“, erklärt Carolin Borggrefe, Vorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Braunschweig.
 
„Angesichts der Herausforderungen, vor denen wir stehen, braucht es fachliche Expertise und Führungskompetenz. Michael Walther ist Stadt- und Mobilitätsplaner durch und durch. Er steht wie kein Zweiter dafür, die richtigen Prioritäten zu setzen – und sie mit Fokus umzusetzen“, betont Vorstandssprecher Andreas Hoffmann.
 
„Ich kenne Michael Walther als pragmatischen Visionär, der die richtigen Fragen stellt, Themen miteinander vernetzt und Menschen mitnimmt. Das ist eine echte Chance für Braunschweig“, ergänzt Greta Garlichs, Landesvorsitzende der Grünen Niedersachsen.
 
Michael Walther selbst erklärt: „Ich freue mich sehr, dass die Grünen Mitglieder mir ihr Vertrauen aussprechen. Das Amt des Oberbürgermeisters sehe ich mit großem Respekt und bin zugleich gelassen und voller Zuversicht. Braunschweig bringt alles mit, um starke Antworten auf die Fragen unserer Zeit zu geben“, so Michael Walther, der für die Grünen für das Amt des Oberbürgermeisters kandidiert.
 
 
Zur Person: Michael Walther
 
Michael Walther (51 Jahre) ist gebürtiger Braunschweiger und war bis Oktober 2023 Leiter des Referats für Stadtentwicklung, Statistik und Vorhabenplanung der Stadt Braunschweig. Der Diplom-Geograph gilt als exzellenter Kenner der kommunalen Verwaltungs- und Gremienstrukturen und Herausforderungen nicht nur der Stadt Braunschweig sondern der Kommunen allgemein. Seit November 2023 bringt er seine Expertise als Gruppenleiter für Radverkehr und Digitalisierung im Umwelt- und Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen (MUNV NRW) ein.
Neben seiner Verwaltungserfahrung verfügt Walther über eine fundierte Expertise in den Bereichen Bürgerbeteiligung, Diversity und Organisationsentwicklung. Vor seiner Zeit im Braunschweiger Rathaus war er unter anderem Vorstandsreferent der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin.
Über sein langjähriges ehrenamtliches Engagement ist Michael Walther gut vernetzt und nah an den Bürger*innen unserer Stadt.

29.07.2026

T-Online: Okertalsperre war im Juli noch nie so leer

Michael Walther äußert sich zum historischen Tiefstand der Okertalsperre
Artikel lesen: https://braunschweig.t-online.de/region/braunschweig/id_101365966/okertalsperre-war-im-juli-noch-nie-so-leer-warnsignal-fuer-braunschweig-.html

08.07.2026

Radio Okerwelle: Grünes Licht für Ausbau der A39 bei Wolfsburg

Artikel lesen: https://okerwelle.de/2026/07/08/gruenes-licht-fuer-ausbau-der-a39-bei-wolfsburg/

04. Juli 2026

Kommunalwahlen in der Region: Das sind die Kandidaten

Artikel lesen: https://regionalheute.de/kommunalwahlen-in-der-region-das-sind-die-kandidaten-1770440402-ab/

26. Juni 2026

Radio Okerwelle: Tempo beim Hitzeschutzkonzept für Braunschweig

Michael Walther stellt Forderungen zur Verbesserung des Hitzeschutzes für Braunschweig
Artikel lesen: https://okerwelle.de/2026/06/26/gruenen-ob-kandidat-walther/

15. Juni 2026

Rundblick Niedersachsen: Hier Spannung – dort eine klare Erwartung: Was die Oberbürgermeisterwahlen bringen

Bericht über die Oberbürgermeisterwahlen in Niedersachsen.
Artikel lesen: https://rundblick-niedersachsen.de/hier-spannung-dort-eine-klare-erwartung-was-die-oberbuergermeisterwahlen-bringen

11. Juni 2026

Radio Okerwelle: Reform der Krankenkassen

Bericht über die geplanten Kürzungen bei der Reform der gesetzlichen Krankenkassen.
Artikel lesen: https://okerwelle.de/2026/06/11/reform-der-gesetzlichen-krankenkassen/

19. Mai 2026

Braunschweiger Zeitung: Wie Braunschweig für Studierende attraktiver werden kann

Podiumsdiskussion mit unter anderem Michael Walther wie man Studierende, Wissenschaft, Stadtplanung und Kommunalpolitik zusammenbringen könne.

Artikel lesen: https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/braunschweig/article412039484/wie-braunschweig-fuer-studierende-attraktiver-werden-kann.html

24. April 2026

Braunschweiger Zeitung: Frauentaxis und Fußfesseln – OB-Kandidaten in Braunschweig erörtern Sicherheit

Debatte der OB-Kandidat*innen zum Thema Sicherheit, sexualisierte Gewalt und Prävention.

Artikel lesen: https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/braunschweig/article411790553/frauentaxis-und-fussfesseln-ob-kandidaten-in-braunschweig-eroertern-sicherheit.html

02. März 2026

Radio Okerwelle: Oberbürgermeisterwahl in Braunschweig

Michael Walther wird von den Braunschweiger Grünen offiziell zum Oberbürgermeisterkandidaten gekürt.

Artikel lesen: https://okerwelle.de/2026/03/02/oberbuergermeisterwahl-in-braunschweig-2/

Pressebilder & Bildmaterial

Pressebilder & Bildmaterial

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Bildnachweis:
Foto: Marek Kruszewski / Michael Walther